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11.07.2019, 15:14 Uhr
CDU und Senioren-Union fordern Monitoring System für Biodiversität in Frankfurt am Main

Frankfurt am Main, 11. Juli 2019. Die Vielfalt der Natur ist die Grundlage unseres Lebens und der globalen wirtschaftlichen Entwicklung zugleich.

Die genetische Vielfalt, die Vielfalt der Ökosysteme und die Vielfalt der Arten beeinflussen maßgeblich auch das Klima. Der Biologe Dr. Christof Schenk, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, dessen Arbeit mit dem NatureLife Umweltpreis gewürdigt wurde, unterstrich die Bedeutung des Themas in seinem Vortrag bei der Senioren-Union Frankfurt. "Gerade in der heutigen Zeit ist die Sicherung natürlicher Ressourcen  eine der wichtigsten Aufgaben der Menschheit,“ appellierte er im Hinblick auf die weltweite Klimakrise.

„Auch in Frankfurt spricht man zu Zeit nur von Bauen, Nachverdichtung und Versiegelung, aber vergisst dabei die Vielfalt von Pflanzen und  Tieren  zu schützen  und das Stadtklima durch Erhalt und Ausbau der Natur zu verbessern“, betont  Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt.

Die Erfassung und Überwachung der Biodiversität ist die Grundlage für ihre Erhaltung, Förderung und nachhaltige Nutzung. Ohne Daten zum Zustand der biologischen Vielfalt gibt es keine Früherkennung neuer Probleme, keine Zielvorstellungen, keinen Handlungsbedarf, keine Schutzmaßnahmen. Der Erhalt der Artenvielfalt braucht eine datenbasiertes Präventionsstrategie. Gerade die enorm zunehmende bauliche Verdichtung urbaner Grünbereiche und die  Zersiedlung größerer Grünflächen innerhalb und außerhalb Frankfurts haben dazu beigetragen, dass die biologische Vielfalt deutlich sichtbar abgenommen hat.

„In der Bevölkerung wie in der Politik ist das Bewusstsein gewachsen, dass die biologische Vielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme eine essentielle Frage unserer Zukunftsvorsorge ist. Es gibt zunehmende  Aktionen von Initiativen aller Art gegen das Insektensterben, Maßnahmen zur biodynamischen Bewirtschaftung  und Renaturierung von Brachflächen. Damit auch die Mitwirkung der Bevölkerung noch effektiver und zielgerichtet gestaltet werden kann, ist eine  aktuelle Datenbasis nötig, die regelmäßig fortgeschrieben wird“, so der CDU-Kreisvorsitzende Jan Schneider.

Der Kreisverband der CDU Frankfurt und die Senioren-Union fordern daher, ein Monitoring System zur Biodiversität in Frankfurt am Main  aufzubauen und der Stadtverordnetenversammlung einmal im Jahr zu berichten. In  diesem Monitoring System sind zudem alle klimarelevanten Fragen zu untersuchen, die in Korrelation mit der Stadtentwicklung und der Auswirkung auf die Artenvielfalt stehen.
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