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05.08.2020, 11:37 Uhr
Frauen-Union fordert Offenlegung des Schulentwicklungsplans vor Einleitung des Genehmigungsverfahrens
Frankfurt am Main, 04. August 2020 -  Die Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union (FU) Sylvia Hornung hält es für dringend erforderlich, die Fortschreibung des Schulentwicklungsplan generell vor seiner Genehmigung durch die Stadtverordnetenversammlung der Öffentlichkeit bzw. den Betroffenen vorzustellen. 
 In einem Statement teilte sie heute mit, dass es unabdingbar sei, Schulkollegien, Schülern und Eltern die Planungen für ihre jeweilige Schule mitzuteilen und sie so in die ihrer Schule betreffenden Ziele einzubinden. „Auf keinen Fall“ so Hornung „dürften Kollegien, Schüler und Eltern vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Das gebiete schon ein verantwortungsvolles Demokratieverständnis.“ Die stellvertretende FU-Kreisvorsitzende und Leiterin des Fachausschusses Bildung der CDU Frankfurt, Sara Steinhardt, ergänzt: „Leider ist es in der Vergangenheit immer wieder dazu gekommen, dass sich Schulen und ihre Kollegien andere Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Schule vorgestellt haben und dann von den Planungen im Schulentwicklungsplan überrascht worden sind. Bei grundlegenden Überlegungen, wie z.B. zur Zügigkeit einer Schule, muss diese und deren Wünsche zwingend einbezogen und die Wünsche der Schule respektiert werden. Wie es scheint, ist dies aber schon wieder nicht der Fall bei der aktuell geplanten Fortschreibung.“

Die Frauen-Union spricht sich daher für höhere Transparenz und Mitbestimmung schon in der Planungsphase aus. Da schon einige Zahlen durchgesickert sind, scheint es als würden Realschulangebote an eigenständigen Realschulen zugunsten großer Gesamtschulsysteme zurückgefahren, obgleich die Realschule mit zu den bewährten und beliebten Schulformen zähle.

Hornung sprach sich eindeutig gegen Schullenkungsmaßnahmen zugunsten politisch protegierter Schulsysteme aus. Sie stelle darüber hinaus die Frage, wo denn der Hauptschüler in Zukunft seine schulische Heimat finde, nachdem alle eigenständigen Hauptschulen aufgelöst seien - in der Mehrzahl gegen den entschiedenen Widerstand der betroffenen Schulen. Mit der Auslöschung dieser Schulen aus der Schullandschaft sei ja nicht ihre Schülerschaft verschwunden.
Es entstehe der Eindruck, dass mit der neuen Fortschreibung des Schulentwicklungsplans die Dezernentin politische Ziele verfolge, indem sie ihr gemäße Schulformen aufwerte, andere aber abwerte. Deshalb sei eine öffentliche Diskussion, eine gesamtgesellschaftliche Beteiligung am Schulentwicklungsplan zum jetzigen Zeitpunkt unerlässlich. 

Auch bei den Förderschulen sieht die Frauen-Union die Notwendigkeit einer intensiven Kommunikation. Trotz der Umsetzung des Inklusionsgedankens durch mehr inklusive Unterrichtsangebote wachse dennoch der Bedarf an Förderschulen in Frankfurt stetig an, so dass die Erweiterung der bestehenden Förderschulen im Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ ein wichtiges Thema sei. 

Hornung erwartet, dass die Dezernentin mit ihrem Plan unverzüglich eine öffentliche Meinungsbildung ermögliche und vor allem die Interessen der Betroffenen vor Ort berücksichtige.

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