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27.07.2021, 18:35 Uhr
Becker: Letzte Chance nutzen, Römerstadt NIDA vor Ort zeigen!
CDU-Fraktion schlägt Außenstelle des Archäologischen Museums in Heddernheim vor
Frankfurt am Main, 27. Juli 2021 - Anlässlich der ersten Rodungsarbeiten für ein ABG-Wohnungsbauprojekt auf dem Ausgrabungsgelände In der Römerstadt 126-134 drängt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Becker, auf eine politische Entscheidung, wie mit den im Boden noch vorhandenen Überresten der Römerstadt NIDA verfahren werden soll.
„Die CDU will erreichen, dass auf dem Areal möglichst viele Bodendenkmäler in originaler Lage in die Bebauung integriert werden. Auch schlagen wir eine kleine Außenstelle des Archäologischen Museums vor, die in einem der künftigen Gebäude eingerichtet werden kann.“

Becker schließt sich dabei einer Formulierung aus dem aktuellen Koalitionsvertrag an: „Vor Frankfurt war NIDA – das sehen wir ganz genau so!  Die Stadt hat jetzt die letzte Chance, eine Anzahl römischer Bodendenkmäler zu konservieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Kein Museumsbesuch ist so faszinierend wie fast 2000 Jahre alte Siedlungsspuren an Ort und Stelle! Diese Spuren verweisen uns auf die Anfänge Europas, denn unsere heutige Zivilisation ist ohne das römische und griechische Erbe nicht denkbar“, so der Stadtverordnete.

Mit einer Dependance des Archäologischen Museums nehme die CDU dabei Bezug auf eine Idee aus der Stadtplanung der Nordweststadt, die eine Ansiedlung des damaligen Museums für Vor- und Frühgeschichte in dem neuen Stadtteil vorgeschlagen hatte. „Moderne Museumsarbeit findet heute unbedingt auch dezentral an den Fundstellen statt. Es ist international Standard, solche Funde auch in Bebauungskonzepte zu integrieren sowie in Teilen auch für die Öffentlichkeit und besonders für Schulklassen zugänglich zu machen.“ Die CDU-Fraktion werde sehr bald einen Antrag vorlegen, der diese Vorschläge konkretisiert, kündigt Becker an.

„Bis zur Vorstellung der Bauplanung im Ortsbeirat dürfen auf dem Areal nun keine weiteren Fakten geschaffen werden“, fordert Becker. Der Magistrat müsse zusammen mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG dafür sorgen, dass erst einmal die Archäologie das Wort hat: „Das bedeutet auch, dass die auf dem Grundstück vorhandenen Schutzbauten in Obhut des Archäologischen Museums nicht abgerissen sowie Bodendenkmäler nicht ausgegraben und abtransportiert werden. Das Museum muss weiter Zugangsrecht zu den Schutzbauten haben. Eine abschließende denkmalschutzrechtliche Prüfung, welche Bodendenkmäler zerstört, teilzerstört oder beseitigt werden können, soll erst durchgeführt werden, wenn die Fundlage auf dem Areal vollständig geklärt ist.“

Es sei wünschenswert, so Becker, dass die ABG die Chance selbst erkennt, die sich ihr bietet: „Sie kann wichtigen Wohnungsbau realisieren und zugleich der Erinnerung an die Römerzeit in Frankfurt-Heddernheim das längt überfällige Denkmal setzen!“  
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